Chirurgie

Chirurgie

Einen weiteren Schwerpunkt stellt die chirurgische Versorgung von Patienten dar. Mithilfe von modernem Equipment werden komplexe Eingriffe in Voll- und Standnarkose durchgeführt. Um unseren Patienten in allen Bereichen der Chirurgie die bestmögliche Versorgung zur Verfügung zu stellen, arbeiten wir mit verschiedenen Konsiliarchirurgen zusammen.

Arthroskopie

Die Arthroskopie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Untersuchung und Behandlung von Gelenken. Über kleine Schnitte werden Kamera und Instrumente eingeführt, um z. B. Fragmente, Knorpelschäden zu entfernen oder Sehnenschäden zu glätten. Diese Technik ermöglicht eine schnelle Heilung, geringe Schmerzen und eine präzise Diagnostik. Auch das Entfernen von OCD-Fragmenten bei Jungpferden ist so risikoarm möglich.

Osteosynthese

Bei der Osteosynthese werden Knochenbrüche mittels Schrauben oder Platten stabilisiert. Optimale Frakturversorgung kann bei Pferden nach einer Verletzung und nach Unfällen lebensrettend sein. Mittels moderner Röntgentechnik wird der Sitz der Implantate kontrolliert, um optimale Voraussetzungen zu gewährleisten. Die Aufstehphase erfolgt assistiert und die Fraktur wird zusätzlich mittels Cast immobilisiert.

Tumorchirurgie

Bei der Tumorchirurgie werden gut- oder bösartige Veränderungen wie Sarkoide, Melanome oder Plattenepithelkarzinome entfernt. Durch moderne chirurgische Techniken, wie die Entfernung durch Laserchirurgie, werden Tumore möglichst vollständig entfernt. So wird das Risiko eines Rezidivs minimiert. Weitere Therapien wie z.B. Phototherapie, etc. werden ergänzend verwendet.

Kastration

Die Kastration ist ein routinemäßiger Eingriff zur Entfernung der Hoden beim Hengst, sodass eine artgerechte Haltung erleichtert wird. Eine Kastration findet in Vollnarkose statt. Bei Kryptorchiden bzw. Klopphengsten kann ein Eingriff auch minimalinvasiv am stehenden Pferd (Laparoskopie), in Sedation erfolgen.

Laparoskopie

Die laparoskopische Chirurgie ermöglicht schonende Eingriffe im Bauchraum durch kleine Schnitte, durch die Instrumente und Kamera eingeführt werden. So lassen sich beispielsweise Tumore, Hoden- oder Eierstocksgewebe entfernen. Das minimal invasive Vorgehen resultiert in weniger Schmerzen, geringerer Infektionsgefahr und einer schnelleren Erholung für das Pferd. Ebenso kann auf eine Vollnarkose und damit auf viele Risiken verzichtet werden.

Kehlkopfchirurgie

Die Kehlkopfchirurgie umfasst Eingriffe zur Verbesserung der Luftzirkulation, zum Beispiel bei dem sogenannten „Kehlkopfpfeifen“. Durch das Einsetzen einer Prothese werden die luftleitenden Wege erweitert, sodass die Luft ungehindert strömen kann und Leistung und Lebensqualität des Pferdes deutlich gesteigert werden. Besonders Sportpferde profitieren von einer operativen Korrektur der Atemwegsmechanik. Kehlkopfchirurgie kann in Vollnarkose vorzugsweise aber am stehenden sedierten Pferd durchgeführt werden.

Anästhesie & Narkose

Für höchste Sicherheit während der Operationen wird jedes Pferd routinemäßig intubiert. Unser modernes Narkosegerät ist in der Lage kontrolliert zu beatmen. Die Anästhesie erfolgt sowohl inhalativ wie auch intravenös. Umfassende Überwachung aller wichtigen Vitalparameter mittels EKG, Pulsoxymetrie, Kapnographie, invasiver Blutdruckmessung und weiterer Techniken ist Standard. Die Aufstehphase wird durch die Anästhesisten überwacht und erfolgt assistiert in einem speziell dafür errichtenden gummierten Raum.